Naturhistorisches Museum Nürnberg

Sonderaus­stellung


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Geplant: ab 11.11.2018

Schmuck für Glück und Schutz



Amulette und Talis­mane sind schon im­mer mehr als nur Kör­per­schmuck ge­we­sen. Sie sol­len vor Un­glück schüt­zen oder Glück brin­gen; und sie sind in allen Reli­gionen Be­stand­teile des Volks­glau­bens. Die Aus­stel­lung präsen­tiert zahl­reiche Stücke aus vie­len ara­bischen Län­dern; dabei wird deut­lich, dass der je­wei­lige spiri­tuel­le Hin­ter­grund in den drei mono­theis­tischen Re­li­gionen oft ganz ähn­lich ist.

Eine Aus­stellung vom Arabischen Haus Nürn­berg e.V. in Ko­opera­tion mit der Natur­histori­schen Ge­sell­schaft Nürnberg e.V. (Ab­tei­lung Völker­kunde) und der Deutsch-Jor­dani­schen Ge­sell­schaft e.V.






Schmuck für Glück und Schutz


Letzte Ausstellung

vom 28. Januar bis 30. April 2018

Armadillo & Co.
Figuren und Masken aus Afrika, Asien und Amerika

Ein nicht un­er­heb­licher Teil der Samm­lungen der Natur­histori­schen Gesell­schaft in Nürn­berg geht auf Schen­kungen von Bür­gerin­nen und Bür­gern der Metro­pol­region zu­rück. Pri­vate Samm­lungen von außer­euro­päischer Kunst und Kunst­hand­werk spie­len hier eine wich­tige Rol­le. Im Jahr 2017 über­ließen Wil­fried und Gabriele Ruff ihre pri­vate Samm­lung dem Museum. Sie um­fasst Stücke aus Afrika, Mittel­ameri­ka, Süd­ost­asien und Ozea­nien, die in die­ser Schau ge­zeigt wer­den.



Masken und Figuren aus Afrika

Masken und Fi­guren sind Kunst und zu­gleich Ethno­gra­fika, Stücke, die über die künst­leri­sche Ge­stal­tung hin­aus eine Be­deu­tung tra­gen (kön­nen). Sie ver­wei­sen auf die nicht­sicht­bare Welt, die paral­lel ne­ben der sicht­baren exis­tiert, und er­zäh­len die „großen Ge­schich­ten“ einer Ge­sell­schaft, in denen die wich­tigen Fra­gen von An­fang und Ende oder Gut und Böse ver­han­delt wer­den. Mas­ken gel­ten als Ver­kör­perung von Ahnen, Vor­fah­ren, von Ge­stal­ten der mythi­schen Tra­di­tion, Köni­gen und Kul­tur­heroen, von Natur­wesen, gu­ten oder bösen Geis­tern und Hexen. Als solche ver­fügen sie über die Kräf­te und Fähig­kei­ten der dar­ge­stell­ten Wesen. Die Mas­ken­trä­ger sind nicht mehr sie selbst, son­dern wer­den zu den dar­ge­stell­ten Mäch­ten. Masken er­schienen meist zu­sammen mit anderen Masken.
In Afrika ent­standen Masken oft an be­sonderen, ab­ge­schie­denen Or­ten und der Schnit­zer musste be­stimm­te Rein­heits­gebo­te ein­hal­ten. Holz­schnitze­rei – und die meis­ten Mas­ken sind aus Holz ge­schaf­fen – war durch­weg eine Ar­beit der Män­ner, auch wenn Frauen ge­legent­lich die Masken tru­gen. In man­chen Ge­gen­den wurde der Beruf in der Fami­lie wei­ter­ge­geben, in an­de­ren han­del­te es sich um ei­nen frei­wil­lig er­grif­fenen Beruf.


Maske Afrika

Masken und Figuren aus Latein­amerika

In Latein­ame­rika haben Mas­ken eine lan­ge Tra­di­tion. Bereits in prä­kolum­bischer Zeit las­sen sie sich in bild­lich dar­ge­stell­ten Ri­tua­len oder als Fun­de nach­wei­sen und ste­hen in Zu­sam­men­hang mit der Trans­for­ma­tion des Trä­gers. Die euro­päische Er­obe­rung und christ­liche Mis­sio­nierung be­deu­tete für die in­di­gene Be­völ­kerung aller­dings einen dras­tischen Ein­schnitt in ihr reli­giöses Le­ben. Denn Mis­sionare ver­bo­ten die Aus­übung der ein­heimi­schen Re­li­gion.
Masken­tänze und Auf­führungen sind ein fes­ter Be­stand­teil der latein­ameri­ka­ni­schen Volks­kul­tur. Sie zeich­nen sich nicht nur durch ver­schie­dene kul­turel­le Kon­zepte aus, son­dern unter­lie­gen auch Ver­änderun­gen. Zu den einsti­gen spa­nisch ge­präg­ten Mas­ken wie Sol­daten, Mauren, Teufel und in­di­genen Tier­masken wie Jaguare ge­sel­len sich heute Hallo­ween-Mas­ken. Die touris­tische Ver­ark­tung und die viel­fache Ein­setz­bar­keit der Mas­ken al­ler­dings er­schwe­ren die Iden­ti­fi­zie­rung an­läss­lich be­stimm­ter Auf­führungen.


Maske Lateinamerika
Masken und Figuren aus Asien

Die aus­ge­stell­ten Mas­ken und Fi­guren aus Asien ge­hören al­le zu Thea­ter­auf­füh­rungen. Ein in­done­sisches oder bali­ne­sisches „Schat­ten­thea­ter“ kann von Mas­ken­trä­gern (wayang topeng), Stab­pu­ppen (wayang golek) oder Schat­ten­fi­guren (wayang kulit) be­spielt wer­den. Da­bei ver­mutet man die Wur­zeln in kul­tischer Ahnen­ver­ehrung (wayang = Schat­ten, der die Ahnen ver­kör­pert). Auf­ge­führt wer­den Epen in­dischen Ur­sprungs (Mahab­hara­ta und Rama­yana). Das cey­lone­sische Mas­ken­spiel kolam war wohl ur­sprüng­lich eine Pan­to­mime. Zum einen feh­len bei alten Mas­ken Mund­öff­nun­gen, zum ande­ren tritt ein Er­zäh­ler auf. Al­ler­dings wandel­ten sich die Auf­führun­gen. Ein­zel­ne Auf­füh­rungs­tei­le wur­den ge­spro­chen, spä­ter auch ge­sun­gen. Heute ähnelt es eher einer Oper.
Maske Asien
Naturhistorisches Museum
Norishalle
Marientorgraben 8
90402 Nürnberg


Öffnungszeiten:
Dienstag:10-17 Uhr
Mittwoch:10-17 Uhr
Donnerstag:10-17 Uhr
Freitag:10-21 Uhr
Samstag: 13-17 Uhr
Sonntag:10-17 Uhr
Montag: geschlossen
Feiertage:siehe Infos



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